
Toleranzen beim Laserschneiden — was Sie erwarten können
Ein Faserlaser erreicht bei den meisten Werkstoffen Toleranzen von ±0,1 mm. Wir erklären, was die Toleranzen beeinflusst und wie Sie Bauteile unter Berücksichtigung von Fertigungsabweichungen konstruieren.
Toleranz ist die zulässige Abweichung vom Nennmaß. Beim Laserschneiden mit Faserlaser erreichen wir standardmäßig ±0,1 mm — was für die meisten Maschinenbauanwendungen mehr als ausreichend ist.
Was die Toleranz beeinflusst
- Materialstärke — dünnes Blech wird präziser geschnitten als dickes
- Materialart — Edelstahl und Aluminium reagieren unterschiedlich auf Wärme
- Bauteilform — kleine Löcher und scharfe Ecken sind anspruchsvoller
- Maschinenkalibrierung — regelmäßige Wartung ist entscheidend
Schnittbreite (Kerf)
Der Laser schneidet nicht entlang einer Null-Linie — er verdampft Material in einer Breite von ca. 0,1–0,3 mm (sogenannter Kerf). Für eine präzise Bauteilpassung muss dieser Versatz im CAD-Modell berücksichtigt werden. Unser Kalkulator macht das automatisch.
Wann die Toleranz nicht ausreicht
Für Anwendungen, die Toleranzen unter ±0,05 mm erfordern (Präzisionslagersitze, Presspassungen), ist nach dem Laserschneiden eine Nachbearbeitung erforderlich — Fräsen oder Schleifen der Passflächen.
Fazit
Eine Toleranz von ±0,1 mm deckt 95 % der üblichen Maschinenbauanwendungen ab. Geben Sie für kritische Maße die erforderliche Toleranz immer direkt in der Zeichnung oder in den Bestellnotizen an.


